Schach zu zweit an einem Gerät

Weiß beginnt: Tippt eine Figur an und dann das Zielfeld, danach ist die andere Seite dran. Das Brett lässt nur regelgerechte Züge zu, erkennt Schach, Matt, Patt und die 50-Züge-Regel. Mit "Drehen" dreht ihr das Brett zum anderen Spieler, mit "PGN kopieren" speichert ihr die Partie.

Werkzeug

Schachbrett für zwei

Weiß beginnt. Tippt eine Figur an und dann das Zielfeld, danach ist die andere Seite dran. Das Brett lässt nur regelgerechte Züge zu.

Die Partie bleibt in eurem Browser und wird nicht gespeichert. Kopiert sie mit "PGN kopieren", bevor ihr die Seite schließt.

Zwei Erwachsene sitzen sich am Holztisch gegenüber, zwischen ihnen liegt ein Tablet flach auf dem Tisch
Bild: KI-generiert

Mit diesem Brett spielt ihr zu zweit an einem Gerät, so als säßet ihr an einem echten Schachbrett. Es gibt keinen Computergegner, beide Seiten werden von Menschen gezogen. Das Brett achtet darauf, dass nur erlaubte Züge möglich sind, und zeigt an, wer am Zug ist. Ihr braucht weder Anmeldung noch Installation, ein Browser genügt.

So funktioniert das Brett

Weiß macht den ersten Zug, danach ziehen beide abwechselnd [1]. Wer am Zug ist, tippt oder klickt eine eigene Figur an. Das Brett markiert dann alle Felder, auf die sie ziehen darf: ein kleiner Kreis für ein freies Feld, ein großer Kreis für ein Feld mit gegnerischer Figur. Ein Tippen auf das Zielfeld führt den Zug aus. Wer sich umentscheidet, tippt eine andere eigene Figur an oder dieselbe Figur noch einmal, um die Auswahl aufzuheben.

Eine Hand setzt einen weißen Springer aus Holz auf dem Schachbrett, die übrigen Figuren unscharf
Bild: KI-generiert
  • "Rückgängig" nimmt den letzten Zug zurück, beliebig oft bis zur Grundstellung.
  • "Drehen" dreht das Brett um 180 Grad, damit der andere Spieler seine Steine unten hat.
  • "Neue Partie" stellt die Grundstellung wieder auf.
  • "FEN kopieren" und "PGN kopieren" legen Stellung oder Partie in die Zwischenablage.

Liegt ein Tablet flach zwischen euch auf dem Tisch, braucht ihr "Drehen" nicht: Weiß sitzt auf der einen, Schwarz auf der anderen Seite, wie an einem echten Brett. Für den Gegenüber stehen Figuren und Beschriftung dabei auf dem Kopf. Am Handy reicht ihr das Gerät nach jedem Zug weiter.

Was das Brett für euch prüft

Das Brett kennt alle Zugregeln einschließlich der Sonderzüge. Die Rochade ist nur möglich, wenn König und Turm noch nicht gezogen haben, die Felder dazwischen frei sind und der König nicht im Schach steht, nicht über ein angegriffenes Feld zieht und nicht ins Schach rochiert [1]. Ein Bauer darf einen gegnerischen Bauern, der gerade mit einem Doppelschritt neben ihn gezogen ist, so schlagen, als wäre dieser nur ein Feld gezogen, aber nur im direkt folgenden Zug [1]. Erreicht ein Bauer die letzte Reihe, wählt ihr in einem kleinen Fenster Dame, Turm, Läufer oder Springer.

Ein Zug, der den eigenen König im Schach stehen lässt oder ins Schach stellt, ist nach den Regeln verboten [1], und das Brett lässt ihn nicht zu. Steht ein König im Schach, zeigt das Brett es an. Hat der Spieler am Zug keinen erlaubten Zug mehr, endet die Partie: Steht sein König im Schach, ist er matt und hat verloren, sonst ist es Patt und die Partie endet remis [1]. Außerdem beendet das Brett die Partie als remis, wenn beide Seiten 50 Züge lang keinen Bauern gezogen und nichts geschlagen haben. Im Turnier gilt hier eine feinere Regel: Nach 50 solchen Zügen kann ein Spieler Remis beantragen, automatisch remis ist die Partie erst nach 75 Zügen [1].

Was ihr selbst klären müsst

Einige Regeln kann ein Brett ohne Schiedsrichter nicht durchsetzen, und einige prüft dieses Brett nicht. Dazu gehören:

Zwei Holzkönige stehen allein auf einem sonst leeren Schachbrett im seitlichen Licht
Bild: KI-generiert
  • Stellungswiederholung: Steht dieselbe Stellung zum dritten Mal auf dem Brett, kann der Spieler am Zug remis verlangen, beim fünften Mal ist die Partie automatisch remis [1].
  • Tote Stellung: Kann keine Seite mehr matt setzen, etwa bei König gegen König, ist die Partie sofort remis [1].
  • Remis nach Absprache: Ihr könnt euch jederzeit auf remis einigen, sobald jeder mindestens einen Zug gemacht hat [1].
  • Aufgeben: Wer aufgibt, verliert, außer der Gegner könnte ohnehin nicht mehr matt setzen, dann ist es remis [1].

In diesen Fällen tragt ihr das Ergebnis selbst ein und startet eine neue Partie. Die Regeln dazu erklärt Schachmatt, Patt und Remis ausführlich.

Klärt vorher auch, wie ihr es mit dem Zurücknehmen haltet. Am echten Brett gilt im Turnier "berührt, geführt": Wer am Zug ist und eine eigene Figur absichtlich berührt, muss sie ziehen, wenn sie ziehen kann [1]. Auf dem Bildschirm könnt ihr die Auswahl beliebig wechseln, und "Rückgängig" nimmt sogar fertige Züge zurück. Für Übungspartien ist das praktisch. Wollt ihr ernsthaft spielen, vereinbart, dass ein ausgeführter Zug gilt.

Bedenkzeit

Das Brett hat keine Schachuhr. Wollt ihr mit Zeitbegrenzung spielen, legt eine Schachuhr oder eine Uhr-App daneben. Nach den FIDE-Regeln gilt eine Partie als Blitz, wenn jeder Spieler höchstens 10 Minuten hat, und als Schnellschach, wenn es mehr als 10 und weniger als 60 Minuten sind; eine Zeitgutschrift je Zug wird dabei mit 60 Zügen hochgerechnet [1]. Wir empfehlen Anfängern längere Partien ohne Uhr, weil sie Zeit zum Nachdenken lassen. Welche Bedenkzeiten im Verein üblich sind, steht unter Schachuhr und Bedenkzeit.

Sanduhr aus Glas mit rieselndem Sand neben einem Holzschachbrett vor dunklem Hintergrund
Bild: KI-generiert

Partie festhalten mit FEN und PGN

Wollt ihr eine Partie später weiterspielen oder auswerten, kopiert sie, bevor ihr die Seite schließt. Das Brett speichert nichts dauerhaft. Mit "PGN kopieren" bekommt ihr die ganze Partie in der Portable Game Notation, einem Textformat, das Menschen lesen können und fast jedes Schachprogramm versteht [2, 4]. Es beginnt mit Angaben in eckigen Klammern wie Ort, Datum und Spieler, danach folgen die Züge [2]. Die Zugliste und die PGN verwenden die englischen Buchstaben K, Q, R, B und N für König, Dame, Turm, Läufer und Springer [2].

"FEN kopieren" liefert nur die aktuelle Stellung als eine Zeile Text. Die Forsyth-Edwards-Notation beschreibt alles, was man braucht, um eine Partie an dieser Stelle fortzusetzen: Stellung der Figuren, wer am Zug ist, Rochaderechte, ein mögliches En-passant-Feld, den Zähler für die 50-Züge-Regel und die Zugnummer [3, 4]. Fügt ihr die FEN in ein anderes Schachprogramm ein, steht dort dieselbe Stellung auf dem Brett.

Zu zweit, allein oder gegen den Computer

Ihr seid gerade nur einer? Dann spiel gegen Stockfish unter Schach gegen den Computer spielen, in fünf Stufen von Anfänger bis Stark. Zum Üben ohne Gegner eignen sich die Schachaufgaben mit Lösung. Andere Spiele für zwei Personen, vom Mühlebrett bis zum Kartenspiel, findest du auf spiele.domain-root.de unter Brettspiele zu zweit.

  1. Organisation FIDE Laws of Chess, Artikel 1.2, 3.7.3.1, 3.7.3.2, 3.8.2, 3.9.2, 4.3.1, 5.1.1, 5.1.2, 5.2.1 bis 5.2.3, 9.2, 9.3, 9.6 und Anhänge A.1 und B.1 (gültig ab 01.01.2023). FIDE. Stand 01.01.2023. abgerufen am 29.10.2026
  2. Portable Game Notation. Wikipedia (englisch). Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Forsyth-Edwards Notation. Wikipedia (englisch). Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Standard: Portable Game Notation Specification and Implementation Guide (Abschnitt 1 und 16.1). Steven J. Edwards (Koordinator), Leser von rec.games.chess. Stand 1994. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.