Schachregeln einfach erklärt

Schach spielen zwei Personen auf einem Brett mit 64 Feldern, jede mit 16 Steinen. Weiß zieht zuerst, danach wird abwechselnd gezogen. Wer den gegnerischen König mattsetzt, gewinnt; Patt, eine tote Stellung oder eine Einigung enden remis.

Ein Holzschachbrett in der Grundstellung von der Seite, alle Figuren auf ihren Ausgangsfeldern, warmes Seitenlicht
Bild: KI-generiert

Die Regeln des Schachs sind international einheitlich geregelt. Sie stehen in den Laws of Chess des Weltschachbundes FIDE, die in ihrer aktuellen Fassung seit dem 1. Januar 2023 gelten [1]. Zwei Spieler ziehen abwechselnd, Weiß beginnt [1]. Ziel ist es, den gegnerischen König so anzugreifen, dass der Gegner keinen regelgemäßen Zug mehr hat. Das ist das Schachmatt, und wer mattgesetzt wird, hat verloren [1]. Zu den wichtigsten Regeln gibt es unten eine eigene Seite mit Beispielen zum Nachspielen.

Brett und Grundstellung

Das Brett hat 8 mal 8 Felder, abwechselnd hell und dunkel. Es liegt so, dass jeder Spieler rechts unten ein helles Eckfeld vor sich hat [1]. Die senkrechten Spalten heißen Linien und tragen die Buchstaben a bis h, die waagerechten Zeilen heißen Reihen und sind von 1 bis 8 nummeriert [2]. So bekommt jedes Feld einen Namen wie e4 oder h8.

Ecke eines Holzschachbretts mit hellem Eckfeld rechts vorn, darauf ein Turm und ein Springer in Grundstellung
Bild: KI-generiert

Jede Seite hat 16 Steine: König, Dame, zwei Türme, zwei Läufer, zwei Springer und acht Bauern [2]. Weiß stellt seine Figuren auf der 1. Reihe auf und die Bauern auf der 2. Reihe, Schwarz entsprechend auf der 8. und 7. Reihe [2]. Die Türme stehen in den Ecken, daneben die Springer, dann die Läufer. Die weiße Dame steht auf d1, die schwarze auf d8, und die Könige auf e1 und e8. Schlotter gibt dafür die Eselsbrücke "Die Dame liebt ihre Farbe": Die weiße Dame beginnt auf einem hellen Feld, die schwarze auf einem dunklen [2].

Die Regeln Schritt für Schritt

Am Anfang stehen die Zugregeln der einzelnen Figuren. Danach kommen die drei Sonderzüge und die Regeln für das Ende der Partie. Wer im Verein oder in einem Turnier spielt, braucht außerdem die Notation und die Regeln für die Schachuhr.

Wie eine Partie endet

Gewonnen hat, wer den gegnerischen König mattsetzt [1]. Eine Partie endet auch, wenn ein Spieler aufgibt. Kann der Gegner in diesem Moment aber mit keiner Zugfolge mehr mattsetzen, ist die Partie trotzdem remis [1]. Remis heißt unentschieden. Dazu kommt es außerdem beim Patt, wenn der Spieler am Zug keinen regelgemäßen Zug hat und sein König nicht im Schach steht, in einer toten Stellung, in der keine Seite mehr mattsetzen kann, und wenn sich beide Spieler darauf einigen [1]. Auf Antrag ist die Partie auch nach dreimaliger Wiederholung derselben Stellung remis und nach 50 Zügen jeder Seite ohne Bauernzug und ohne Schlagen [1]. Im Turnier verliert außerdem, wessen Bedenkzeit abläuft, solange der Gegner noch mattsetzen könnte [1].

Wenn du die Regeln kennst, kannst du gleich gegen den Computer spielen oder mit jemandem zu zweit an einem Gerät. Andere klassische Brettspiele wie Mühle, Dame oder Backgammon erklärt die Seite Brettspiele: Regeln und Anleitungen.

  1. Organisation FIDE Laws of Chess, Artikel 1 bis 3, 5, 6.9 und 9 (gültig ab 01.01.2023). FIDE. Stand 01.01.2023. abgerufen am 29.10.2026
  2. Studie Intensivkurs Schach. Ein Lern- und Lehrbuch für Anfänger und ihre Lehrer, Teil 1, Kapitel 1. Dietrich Schlotter, bereitgestellt von der Deutschen Schachjugend. Stand 2. Auflage 2016. abgerufen am 29.10.2026

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